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Return To Flight

Space Shuttle Mission
STS-114 LF-1


- OV-103 "Discovery" -

 

Space-Shuttle-Wappen der NASA

Transskript zum Audio-Nachbericht zum Start von STS-114 am 26. Juli 2005

 

Infos zur Anmoderation:
„Die US-Raumfahrtbehörde NASA nimmt ihren Flugbetrieb mit den Space-Shuttles wieder auf.
Heute war es endlich wieder soweit:
Es ist der 114te Flug eines Shuttles und der 31te Einsatz der "Discovery".
Mehr Informationen dazu von Michael Kletzsch:“


Autor:
Unter Donnergetöse hob heute das Space Shuttle "Discovery" von der Startrampe 39B des Kennedy Space Centers ab. Gut zweieinhalb Jahre nach dem letzten Start eines Space Shuttles am 16. Januar 2003. An Bord ist eine siebenköpfige Crew unter der Führung der Kommandantin Eileen Collins. Mit dabei sind Pilot James Kelly und die Missions-Spezialisten Charles Camarda, Wendy Lawrence, Stephen Robinson, Andrew Thomas und der Japaner Soichi Noguchi.
Vor fast zwei Wochen musste der Countdown zweieinhalb Stunden vor dem Start abgebrochen werden. Grund war ein fehlerhafter Treibstoffsensor im Außentank. Enttäuscht und unverrichteter Dinge musste die Crew das Shuttle wieder verlassen. Heute lief dann aber alles glatt. Wenige Minuten vor dem Start verabschiedete Orbiter Test Conductor Mark Taffett die Crew und wünschte ihnen alles Gute für die Mission:


Funk-Mitschnitt zwischen "Discovery" und dem OTC Mark Taffett:
1. O-Ton: „"Discovery", OTC: It´s time for you to return to flight. Our hopes and prayers ride with you, Godspeed and we see you in a couple of weeks!” – „And OTC, "Discovery": Thank you very much!”


Autor:
Die "Discovery" startete planmäßig und ohne Probleme um 16 Uhr 39 MESZ. Die sich lösende Anspannung des NASA-Kommentators George Diller war deutlich zu hören:


Mitschnitt des Kommentators von NASA-Television:
2. O-Ton: „Firing chain is armed – Sound Suppression Water System is active – has been activated – Systems armed – t minus 10 seconds, go for main engine start – seven – six – five – three engines up and burning – three – two – one – and lift off of Space Shuttle "Discovery", beginning Americas new journey to the moon, mars and beyond. And the vehicle has cleared the tower.”


Autor:
Unter dem Jubel der Zuschauer und mit einer Kraft von 400tausend Autos stieg die Discovery in den strahlend blauen Himmel. Schon nach 50 Sekunden durchbrach das Shuttle die Schallmauer. Nach gut zwei Minuten wurden die Feststoffbooster abgetrennt. Zu dem Zeitpunkt war das Shuttle schon 45 Kilometer hoch und viereinhalb mal schneller als der Schall. Ab dann stieg die "Discovery" nur noch mit ihren eigenen Triebwerken der Umlaufbahn entgegen. Knapp vier Minuten nach dem Start kam von der Flugleitung die Bestätigung:


Funk-Mitschnitt zwischen Mission Control und der "Discovery":

3. O-Ton: „"Discovery", Houston: Negative return” – „"Discovery", Houston: Negative return.”


Autor:
Das Shuttle war nun mit 95 Kilometern Höhe und 8900 Km/h zu hoch und zu schnell für eine Rückkehr nach Florida. Für den Fall, dass jetzt so schwere Probleme aufgetaucht wären, die einen sofortigen Abbruch des Fluges erforderlich gemacht hätten. Eine Landung wäre jetzt nur noch in Saragossa in Spanien möglich gewesen. Aber die Systeme an Bord funktionierten alle einwandfrei. Achteinhalb Minuten nach dem Start wurden die Triebwerke dann abgestellt.
Kurz darauf wurde der Außentank abgeworfen, der später über dem indischen Ozean verglühte. Jetzt erfolgten nur noch einige Zündungen der Manövriertriebwerke, um die "Discovery" auf Kurs zu bringen. Ziel ist die Internationale Raumstation ISS, an der das Shuttle übermorgen andocken soll. In der Ladebucht des Shuttles befindet sich das Logistik-Modul "Raffaello", das dringend benötigte Ersatzteile und Versorgungsgüter für die ISS an Bord hat. Die "Discovery" soll für acht Tage an der ISS angedockt sein. Die Landung ist für Samstag, den 7. August geplant.
Godspeed, "Discovery"! Gute Reise und viel Glück!


Infos zur Abmoderation:
„Sollte der Flug der "Discovery" nach Plan verlaufen, steht auch einem Einsatz des deutschen Thomas Reiter nichts mehr im Wege. Er soll im September mit der Mission "STS-121" im Shuttle "Atlantis" für die europäische Weltraumorganisation ESA zur ISS fliegen. Er wird der erste Europäer sein, der eine Langzeitmission von 6 Monaten in der Internationalen Raumstation durchführen wird.“

 



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